Das Wichtigste in Kürze
- 13,2 Millionen Arbeitnehmer haben zuletzt im Schnitt 1.240 € vom Finanzamt zurückbekommen. Fast jeder zweite Arbeitnehmer gibt aber gar keine Steuererklärung ab.
- Seit 2026 gilt die Pendlerpauschale mit 38 Cent ab dem ersten Kilometer. Bei 20 km Arbeitsweg sind das 352 € mehr Werbungskosten im Jahr.
- Wer nicht abgeben muss, hat vier Jahre Zeit. Die Steuererklärung für 2022 geht noch bis 31.12.2026.
- Mit Taxfix rechnest du deine Erstattung kostenlos aus. Bezahlt wird erst bei der Abgabe, ab 39,99 € im Abo.
Die Steuererklärung schieben viele vor sich her, dabei geht es meist um echtes Geld. Ich mache meine Steuererklärung jedes Jahr mit Taxfix, in rund 45 Minuten, und zeige dir hier, warum sich das lohnt, was du absetzen kannst und worauf du bei Fristen und Kosten achten solltest.
Lohnt sich die Steuererklärung überhaupt?
Ja, für die meisten Arbeitnehmer. Über die Lohnsteuer zahlst du das ganze Jahr pauschal Steuern. Viele persönliche Ausgaben kennt dein Arbeitgeber aber nicht. Die holst du dir erst mit der Steuererklärung zurück. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, wie groß der Effekt ist:
Wer sich Geld vom Finanzamt zurückholt
Arbeitnehmer mit ausschließlich Lohn und gegebenenfalls Kapitalerträgen, Steuerjahr 2022
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2022
Nur 1,8 Millionen der 15,2 Millionen mussten nachzahlen, im Schnitt 1.263 €. Nachzahlen muss vor allem, wer im Laufe des Jahres zu wenig Lohnsteuer gezahlt hat, etwa wegen der Steuerklassen-Kombination III und V oder wegen Nebeneinkünften. Wer nur Lohn aus einem Job bezieht, bekommt meist Geld zurück.
So hoch fielen die Erstattungen aus
Anteil der 13,2 Millionen Erstattungen, Steuerjahr 2022
Quelle: Destatis. Der Anteil von 1.000 bis 5.000 € ergibt sich aus den übrigen Werten.
Muss ich eine Steuererklärung abgeben?
Als Arbeitnehmer bist du in vielen Fällen nicht verpflichtet. Eine Pflicht besteht unter anderem, wenn eine dieser Situationen auf dich zutrifft:
- Du bist verheiratet und ihr habt die Steuerklassen III und V oder IV mit Faktor.
- Du hattest mehr als 410 € Nebeneinkünfte ohne Lohnsteuerabzug, zum Beispiel aus Vermietung.
- Du hast mehr als 410 € Lohnersatzleistungen bekommen, etwa Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld.
- Du hattest mehrere Arbeitgeber gleichzeitig (Steuerklasse VI).
- Für dich war ein Freibetrag bei der Lohnsteuer eingetragen.
- Das Finanzamt hat dich zur Abgabe aufgefordert.
Trifft nichts davon zu, ist die Steuererklärung freiwillig. Dann gilt die großzügige Frist von vier Jahren.
Die Fristen im Überblick
Fristen für die Steuererklärung 2025
Stand Oktober 2026
- 31.07.2026Pflichtabgabe ohne Steuerberater: abgelaufen
- HeuteFreiwillige Abgabe jederzeit möglich
- 01.03.2027Pflichtabgabe mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein
- 31.12.2029letzter Termin für die freiwillige Abgabe
Für das Steuerjahr 2022 endet die freiwillige Abgabe am 31.12.2026.
Tipp: Die Steuererklärung für 2022 kannst du freiwillig noch bis zum 31.12.2026 abgeben. Wenn du dafür bisher keine Erklärung gemacht hast, lohnt sich ein Blick jetzt noch.
Wer abgabepflichtig ist und die Frist verpasst, riskiert einen Verspätungszuschlag. Er beträgt 0,25 % der festgesetzten Steuer pro angefangenem Monat, mindestens 25 €. Bei einer freiwilligen Erklärung gibt es keinen Zuschlag.
Was du absetzen kannst
Die meisten Arbeitnehmer haben mehr absetzbare Kosten, als sie denken. Diese Posten solltest du kennen:
Was du absetzen kannst
Die wichtigsten Posten für Arbeitnehmer, Stand 2026
- Arbeitsweg: 38 Cent pro Kilometer einfache Strecke (2026)
- Homeoffice: 6 € pro Tag, bis 1.260 € im Jahr
- Arbeitsmittel wie Laptop oder Fachbücher
- Fortbildungen und Bewerbungskosten
- Kontoführung: pauschal 16 €
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Beiträge zur Altersvorsorge
- Spenden und Kirchensteuer
- Kinderbetreuung: 80 % der Kosten, bis 4.800 € je Kind
- Haushaltsnahe Dienstleistungen: 20 % der Kosten, bis 4.000 € Steuerermäßigung
- Handwerker: 20 % der Arbeitskosten, bis 1.200 € Steuerermäßigung
- Nur mit Rechnung und Überweisung
- Krankheitskosten über der zumutbaren Belastung
- Pauschbeträge bei Behinderung
- Pflegekosten für Angehörige
Bei den Werbungskosten zieht das Finanzamt automatisch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € ab. Einzelne Belege lohnen sich deshalb erst, wenn du zusammen über diesen Betrag kommst. Der Arbeitsweg ist dabei meist der größte Posten.
Pendlerpauschale 2026: 38 Cent ab dem ersten Kilometer
Mit dem Steueränderungsgesetz 2025 fällt die alte Staffelung weg. Bis 2025 gab es 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und erst danach 38 Cent. Seit dem 1. Januar 2026 gelten 38 Cent ab dem ersten Kilometer, gerechnet wird immer die einfache Strecke. Wer 20 km oder mehr pendelt, hat dadurch 352 € mehr Werbungskosten im Jahr:
Pendlerpauschale: 2025 gegen 2026
Jährliche Werbungskosten für den Arbeitsweg bei 220 Arbeitstagen, einfache Strecke
Bei 220 Bürotagen liegst du 2026 schon ab etwa 15 Kilometern Arbeitsweg allein mit den Fahrten über dem Pauschbetrag. Jeder Euro darüber senkt deine Steuer.
Rechne selbst: Lohnen sich deine Werbungskosten?
Gib deinen Arbeitsweg, Homeoffice-Tage und weitere Kosten ein. Der Check zeigt dir, ob du über die Pauschale kommst und was das ungefähr bringt:
Werbungskosten-Check
Grobe Schätzung ohne Gewähr. Ein Tag zählt entweder als Bürotag oder als Homeoffice-Tag. Die genaue Erstattung hängt von deinem ganzen Steuerfall ab.
Steuererklärung mit Taxfix: so funktioniert es
Taxfix führt dich mit einfachen Fragen durch die Steuererklärung, statt dich mit Formularen und Zeilennummern zu konfrontieren. Laut Taxfix wurden bis heute über 10 Millionen Steuererklärungen über die App eingereicht.
So läuft die Steuererklärung mit Taxfix
In der App oder im Browser
- Kostenlos startenApp laden und mögliche Erstattung unverbindlich berechnen.
- Daten erfassenLohnsteuerbescheinigung fotografieren und Werte aus dem Vorjahr übernehmen.
- Fragen beantwortenArbeitsweg, Homeoffice, Arbeitsmittel und Ausgaben Schritt für Schritt angeben.
- Prüfen und abgebenErst jetzt zahlen und die Erklärung elektronisch ans Finanzamt senden.
Ringos Erfahrung
Ich mache meine Steuererklärung nicht nur jedes Jahr, ich mache sie richtig gern. Im Schnitt bekomme ich rund 1.400 € zurück, und mit Taxfix dauert das Ganze nur etwa 45 Minuten. Ein sehr guter Stundenlohn, wie ich finde.
Was kostet Taxfix?
Das Ausrechnen der Erstattung ist kostenlos. Bezahlt wird erst, wenn du die Steuererklärung abschickst. Laut Taxfix gelten diese Preise:
| Variante | Kosten | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Start | 0 € | Mögliche Erstattung unverbindlich berechnen |
| Basic im Jahresabo | 39,99 € (Einzel), 59,99 € (Paare) | Du machst die Erklärung selbst, mit Belegerkennung und KI-Chat übers Jahr |
| Basic ohne Abo | 49,99 € (Einzel), 69,99 € (Paare) | Einmalzahlung für eine Steuererklärung |
| Expert | 20 % der Erstattung, mindestens 99,99 € | Unabhängige Steuerberater erstellen die Erklärung, Frist bis 01.03.2027 |
Drei Dinge solltest du wissen, bevor du bezahlst:
- Das Abo verlängert sich automatisch. Nach den ersten 12 Monaten ist es monatlich kündbar. Wer Taxfix nur einmal im Jahr nutzt, sollte sich die Kündigung vormerken oder bewusst weiterlaufen lassen.
- Die Gebühr fällt auch bei einer Nachzahlung an. Prüfe deshalb vor der Abgabe, was die Berechnung anzeigt.
- Expert lohnt sich bei höheren Erstattungen oder komplizierten Fällen. Die Gebühr wird laut Taxfix auch fällig, wenn du die erstellte Erklärung nicht abgibst.
Taxfix, ELSTER, Lohnsteuerhilfe oder Steuerberater?
| Weg | Kosten | Für wen |
|---|---|---|
| ELSTER | kostenlos | Wer sich mit Formularen auskennt und Zeit mitbringt |
| Taxfix Basic | ab 39,99 € im Abo | Arbeitnehmer, die es selbst schnell und geführt erledigen wollen |
| Taxfix Expert | 20 % der Erstattung, mind. 99,99 € | Wer die Erklärung digital von Profis erstellen lassen will |
| Lohnsteuerhilfeverein | Jahresbeitrag, meist nach Einkommen gestaffelt | Arbeitnehmer, die persönliche Beratung vor Ort möchten |
| Steuerberater | nach Gebührenverordnung | Selbstständige, Vermieter und komplexe Fälle |
ELSTER ist kostenlos, aber du musst selbst wissen, in welches Feld was gehört. Den Preis von Taxfix zahlst du für die Führung durch die Fragen und dafür, dass weniger vergessen wird. Bei einer durchschnittlichen Erstattung von 1.240 € ist das für viele ein guter Tausch.
Diese Unterlagen brauchst du
- Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber (bei Taxfix reicht ein Foto)
- Steuer-ID und IBAN für die Erstattung
- Anzahl der Bürotage und Homeoffice-Tage sowie die Entfernung zur Arbeit
- Belege für Arbeitsmittel, Fortbildungen und Bewerbungen
- Rechnungen für Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen
- Bescheinigungen über Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Krankengeld
- Spendenquittungen und Nachweise über Versicherungsbeiträge
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich bei einer freiwilligen Erklärung nachzahlen soll?
Bei einer freiwilligen Abgabe kannst du den Antrag innerhalb der Einspruchsfrist von einem Monat nach dem Bescheid zurücknehmen. Prüfe trotzdem vorher die Berechnung, denn die Gebühr für die Software fällt in jedem Fall an.
Kann ich mehrere Jahre auf einmal nachholen?
Ja. Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, kann bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Aktuell sind das die Jahre 2022 bis 2025. Für 2022 endet die Frist am 31.12.2026.
Muss ich Belege mitschicken?
Nein. Belege musst du nur aufbewahren und auf Nachfrage des Finanzamts vorlegen.
Wie hoch ist der Grundfreibetrag?
Bis zum Grundfreibetrag zahlst du keine Einkommensteuer. Er liegt bei 12.096 € für 2025 und bei 12.348 € für 2026.
Mein Fazit
Für die meisten Arbeitnehmer ist die Steuererklärung bares Geld, das sonst beim Finanzamt liegen bleibt. Seit 2026 bringt die höhere Pendlerpauschale noch etwas mehr. Ob du ELSTER nutzt oder eine App wie Taxfix: Wichtig ist vor allem, dass du sie überhaupt machst. Starte mit der kostenlosen Berechnung und entscheide dann, ob sich die Abgabe lohnt.
Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Stand: 15.10.2026. Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesregierung (Steueränderungsgesetz 2025), Preise laut taxfix.de.








